HISTORIE

Bereits zum 50. Mal werden FechterInnen aus aller Welt beim Internationalen Damen-Degen-Weltcup in Laupheim wieder die Klingen kreuzen. Die Fechtabteilung des TSV Laupheim freut sich auf das große Jubiläum und erinnert an den Namensgeber des Turniers.

Josef Uhlmann, am 21.10.1902 in Laupheim geboren und aufgewachsen, holte nach zahlreichen württembergischen Meisterschaften im Einzel und in der Mannschaft für seinen Verein TV Ulm (jetzt SSV Ulm) mehrfach den Titel im Degenfechten. Mit der deutschen Nationalmannschaft nahm er außerdem erfolgreich an den Weltmeisterschaften in Rom, Paris und Warschau teil. Den Höhepunkt seiner Sportlerlaufbahn feierte er jedoch, als er sich 1936 zusammen mit Eugen Geiwitz, Siegfried Lerdon, Hans Esser, Ernst Röthig und Otto Schröder den vierten Platz bei den Olympischen Spielen in Berlin erfocht. 

Bereits 1933 begann er, durch die sportlichen Ambitionen angeregt, Fechtgeräte zu produzieren. Doch der Krieg machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Nach der Zerstörung seiner Wohn- und Geschäftsräume in Ulm, kehrte Josef Uhlmann im Jahre 1945 schließlich in seine Heimatstadt Laupheim zurück und baute seine Existenz erneut auf. Neben der Fechtartikelherstellung begann der gelernte Kaufmann mit der Fertigung von Gießformen für die pharmazeutische Industrie. Das Unternehmen wuchs stetig; 1954 entstand das Fabrikgebäude der heutigen Firma Uhlmann Fechtsport. Nach seinem Tod im Jahre 1968 hinterließ Josef Uhlmann eine Firma von Weltruf, sowohl für den Fechtsport als auch für den Maschinenbau. Uhlmann Fechtsport gehört auch heute zu einem der führenden Fechtartikelhersteller weltweit, der auf eine beeindruckende und innovative Erfolgsgeschichte zurückblicken kann.

Zum Gedenken an den Spitzenfechter der Dreißigerjahre veranstaltete die Abteilung Fechten des TSV Laupheim im Jahre 1969 erstmals das Internationale Josef-Uhlmann-Gedächtnis-Turnier im Herrendegen. Insgesamt 137 Teilnehmer aus aller Welt traten damals an und es wurden jährlich immer mehr. 1980 richtete der Verein gleich zwei Pokalwettbewerbe aus. Die Namensänderung zum Uhlmann Cup erfolgte drei Jahre später. Im Jahr 1992 erhielt das Turnier den Weltcup Status. 2010 folgte dann der Wechsel vom Herrendegen zum Damendegen. Doch ob Gedächtnisturnier oder Uhlmann Cup, Damen oder Herren, dieses Ereignis ist fest im FIE-Kalender etabliert und von der internationalen Fechtbühne nicht mehr wegzudenken. Etliche Spitzenfechter verbuchten ihre ersten Erfolge beim Uhlmann Cup.

In Kooperation mit der Fechtabteilung des TSV Laupheim und der Firma Uhlmann Fechtsport findet der diesjährige 50. Uhlmann-Cup am 14. Oktober 2017 statt. Neben dem Einzel- messen sich die Juniorinnen am darauffolgenden Tag nun zum zweiten Mal auch im Mannschaftswettbewerb.

Merken Sie sich diesen Termin, kommen Sie nach Laupheim und seien Sie dabei, wenn es zum 50. Mal heißt: „En garde!, Prêtes?, Allez!!!

 

SIEGERLISTEN

  • 2016: Filina, Russia
  • 2015: Komarova, Russia
  • 2014: Kharkova, Ukraine
  • 2013: Pantelyeyeva, Ukraine
  • 2012: Lehis, Estonia
> Alle Platzierungen
  • 2011: Budai, Hungary
  • 2010: Fiamingo, Italy
  • 2009: Levante Ta, Hungary
  • 2008: Pokorny, Czech Republic
  • 2007: Borel, France
  • 2006: Heinzer, Switzerland
  • 2005: Launer, Germany
  • 2004: Penso, France
  • 2003: Sicot, France
  • 2002: Bayer, Germany
  • 2001: Verwijlen, Netherlands
  • 2000: Beran, Czech Republi
  • 1999: Wiercioch, Poland
  • 1998: Pfeiffer, Germany
  • 1997: S. Schmid, Germany
  • 1996: Ergand, France
  • 1995: Boczko, Hungary
  • 1994: Rota, Italy
  • 1993: Morch, Norway
  • 1992: Szigmond, Hungary
  • 1991: Pillac, France
  • 1990: Kulcsar, Hungary
  • 1989: Kulcsar, Hungary
  • 1988: Kertesz, Sweden
  • 1987: Schreiber, Germany
  • 1986: Chiei, Italy
  • 1985: Schreiber, Germany
  • 1984: A. Schmitt, Germany
  • 1983: Bermond, Italy
  • 1982: Zalaffi, Italy
  • 1981: Cuomo, Italy
  • 1980: Hörger, Germany
  • 1980: Baumgarten, Germany
  • 1979: Piekarek, Germany
  • 1978: Gey, Germany
  • 1977: Beckmann, Germany
  • 1976: I. Borrmann, Germany
  • 1975: Steegmüller, Germany
  • 1974: Muck, Germany
  • 1973: Peter, Germany
  • 1972: Kauter, Switzerland
  • 1971: Jung, Germany
  • 1970: Polzhuber, Austria
  • 1969: Peter, Germany